Repräsentanten und Gremien
vom Gründer auf Vertrauensbasis für unbestimmte Zeit ernannt.
Kuratorium
Das Kuratorium berät und bestimmt mindestens zweimal jährlich in einer öffentlichen Zusammenkunft unter einem Vorsitzenden die Tätigkeiten der Stiftung und führt deren Umsetzung aus.
Präsident:
Friedrich Schenk, Österreich
„Christoph, was macht ihr denn jetzt in unserer Wiener Nähe in Ungarn?“
„Wir haben Land gekauft – für die Konzerthalle einer Stiftung zur Förderung von erhebender Kreativität.“
„Was? Wie kann ich da helfen? Darauf warte ich schon lange.“
Friedrich Schenk ist Umweltingenieur. Privat folgt er mit seiner Frau seit vielen Jahren einem meditativen Weg. Dessen Begründer erklärte einst seinen Schülern, dass positive Kreativität eine wesentliche Kraftquelle im kommenden Bewusstseinswandel sein wird.
Friedrich liebt es, Zeit mit seiner Frau und seinen drei Kindern zu verbringen, im Chor zu singen, Lieder und Gedichte zu verfassen und den Reichtum des inneren Lebens zu pflegen. Mit dieser Haltung trägt er nun zum Wachstum unserer Initiative der Entfaltung bei. Sein Motto lautet:
„Das Leben ist schön – sagen wir’s weiter.“
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Kuratoriumsmitglied:
Barbara Szegedi, Ungarn - "moralischer Rückhalt"
Eine Erzieherin mit dem Herzensanliegen: Kinder in ihrer natürlichen Neugier und Individualität zu begleiten.
In ihrer Freizeit engagiert sie sich dafür, Kindern einen Zugang zu natürlicher Spiritualität zu eröffnen, damit sie die einfachen Gesetze des Lebens kennenlernen, stabile Lebenswurzeln und ein besonnenes, verantwortungsvolles Handeln zu entfalten.
Im intensiven Schichtdienst mit besonders zuwendungsbedürftigen Jugendlichen machte sie – wie viele Kolleginnen und Kollegen ähnlicher Einrichtungen – die Erfahrung: ein Alleinkampf ohne moralischen Rückhalt einer positiven Gemeinschaft und ohne das Wissen über „Mehr“, führt schnell an Grenzen.
Darum engagiert sie sich in der Widukind-Stiftung. Hier trägt sie dazu bei, einen emotionalen Raum zu schaffen, in dem Geduld, Großzügigkeit, ausreichend Energie und emotionale Pufferzonen existieren – Bedingungen, die Jugendliche brauchen, um sich zu öffnen und im Einklang mit den grundlegenden Prinzipien des Lebens gemeinsam zu handeln.
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Kuratoriumsmitglied:
Daniel Steinmacher, Deutschland - Ungarn - "Zu tun, was gut ist."
Mit 19 Jahren von Ungarn in die Welt hinaus, um Sinn und Seinesgleichen zu suchen. In Deutschland angefangen als Tellerwäscher und Hilfsarbeiter. Die Natur seine seelische Tankstelle. Hochgearbeitet bis zur Selbständigkeit im Toranlagen- und Zaunbau. 20 Jahre harte Arbeit.
Während dessen: Spirituelle Quellen, Freundschaften und Beziehungen auf Echtheit geprüft - und selber viele Prüfungen der eigenen Authentizität durchgemacht. Hobby: Menschen verbinden, übersetzen. Dann ein Anruf einer guten Bekannten:
„Daniel, da sucht jemand von einer ungarischen Förder-Stiftung einen Dolmetscher.“
Einen Tag später - mitten drin in einer Besprechung: ‚Entfaltung und Werte pflegen‘ und die anschließende Einladung:
„Bitte, möchten Sie künftig als Vorstandsmitglied mithelfen und aufbauen?“
Ein Jahr später – Rücksiedlung nach Ungarn, Szakony, um zu tun, was gut ist, da, wo man hingehört.
Aufsichtsrat
Ein Aufsichtsrat soll aus in den Wirkungsbereichen der Stiftung entsprechend ausgebildeten, verständigen und erfahrenen Fachleuten bestehen. Sie übernehmen die Qualitätsprüfung, Beratung und Begleitung der Entwicklung und Umsetzung der Stiftungs-Aktivitäten.
Für die Widukind-Stiftung sind das im Besonderen die Bereiche Musik und alle anderen erbaulichen Ausdrucksformen, Finanzen, Bau- und Raumakustik sowie Eventmanagement.
Dr. DI Natalia Ivanova, Bulgarien
Bauphysikerin, Dozentin mit Spezialgebiet akustische Bauphysik.
Sie erwarb in Bulgarien und Deutschland den Diplom-Ingenieur für Bauphysik und schrieb Ihre Doktorarbeit im Bereich Raumakustik.
Mehrere Bücher, unter anderem auch mit Themen wie Akustik in Schulen, akustische Forschung im Zusammenhang mit Umweltschutz.
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Dusica Bijelic, Bosnien und Herzegowina, Serbien, Deutschland
Opernsängerin.
Ihr musikalischer Weg ging über die Musikhochschulen Belgrad und Wien durch Vollstipendien nach Rom und zum Masterabschluss des Graduate Vocal Arts Program am Bard College Conservatory in Berlin.
Ihre Erfahrungen reichen von Hauptrollen und Gastspielen in den großen Opernhäusern über Aufnahmen bis zu internationalen Touren in Zusammenarbeit mit namhaften Dirigenten und Musikern.
Nach einer Schaffenspause wegen Familiengründung schloss sie sich im Jahr 2019 als Solistin dem Team der Bielefelder Oper in Deutschland an.
Die Gefährten
Franziska Pesch, DE / AT
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Florian Pitthan, AT / DE
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Rita Schenk, AT
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Matthias Pesch, DE
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Thomas Krotil, CZ / LU
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Mihailo Arsenski, MK / DE
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Heide Sommerfeld, DE
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Vanda Pochazka, CZ
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Henrich Oberholthaus, DE
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Isolde Tamme-Schmitz, DE
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Ines Kell, DE
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April Lynn James (PhD), US
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Matthias Krispien, DE
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Peter Rehlinger, DE
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Uwe Rachov, PT
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Karin und Andreas Karstens, DE
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Katharina Schmitt, DE
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Eva Plüer, DE
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Heike Pesch, DE / HU
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Anni Pesch, DE
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Konstantin Adamov, BG
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Christof Hülsmann, DE / AT
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Lilia Yakova, BG
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Jutta Kröll, DE
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Vaclav Kocur, CZ
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Wolfgang Vogelsberger, DE
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Corinna Bachmann, DE
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Der Stiftungsgründer
Christoph Michael Pesch, Deutschland / Ungarn
Beruflich Musikinstrumentenbau-Meister.
Autodidakter Komponist, Dirigent, Dichter, Musiker.
Als Jugendlicher trieb ihn der Drang, irgendwas zu bewirken, auch wenn etwas dabei kaputt ging. Er kaufte sich eine E-Gitarre, gründete eine Rockband, schrieb und sang Songs - es klang nach zielloser Aufruhr und geballter Faust, bewirkte aber nichts.
Dann fand er durch ein geistiges Erlebnis zu einer anderen Art des Ausdrucks - neue Kompositionen entstanden, bei denen sich Fäuste öffneten und Menschen erbauliche Wirkungen reflektierten. In einem Moment der Klarheit erkannte er: Verändernde Kraft liegt im Gestalten, im Verbinden, im liebevollen Berühren von Herzen.
Mit der Widukind-Stiftung möchte er Menschen zusammenbringen, die ähnlich fühlen: Menschen, die Offenheit, Kreativität und Begegnung schätzen; die einen Raum schaffen wollen, in dem Entfaltung möglich wird.
„Es erfüllt mich, Menschen kennenzulernen und gemeinsame Projekte zu gestalten. Doch am wichtigsten ist mir, viele zu ermutigen, in ihrem Leben Raum für das Erhebende zu schaffen.“ – für Erfahrungen, die das Herz nähren und ein friedliches Miteinander schaffen.
Widukind Pesch – Geistiger Schirmherr der Stiftung
In den letzten Lebensmonaten des Jahres 2022 definierte Widukind Pesch gemeinsam mit den zukünftigen Verantwortlichen den Geist der Stiftung.
Heike Pesch, eingetragene Gründer-Nachfolgerin, und Christoph Michael Pesch erinnern sich: Durch seine stets freundliche, vorwurfsfreie und menschenverbindende Art prägte Widukind maßgeblich die Identität und Ausrichtung der Stiftung. Es erfüllte uns mit großer Freude und Zuversicht, dass er die Stiftung eines Tages als Gründernachfolger führen wollte.
Doch das Schicksal hatte andere Pläne. Am 29. September 2023 musste er sich im Alter von nur 20 Jahren hier in Ungarn seinem Schicksal beugen. Trotz der Schwere des Leidens erlebten wir ihn nie missmutig. Widukind ging hindurch mit einer Würde, Gelassenheit und Anmut, die man einem Königskind gleichsetzen könnte. Schon von klein auf zeichnete ihn seine heitere, menschenverbindende Art aus – ein Ausdruck vorurteilsfreier Leichtigkeit und unverfälschten Optimismus.
Wie viele junge Menschen suchte er in seiner Jugend nach dem Sinn seines Daseins – teils rebellisch, teils neugierig. Und doch fand er, trotz oder vielleicht gerade wegen seines Schicksals, Antworten, die seine Persönlichkeit reifen ließen. Selbst als seine körperlichen Kräfte schwanden, brachte er in der Beschäftigung mit Erbaulichem und spiritueller Literatur seine Essenz zur Blüte: Einen bewussten Hüter des Friedens und der Einfachheit.
Bei seiner Abschiedsfeier betonten alle Anwesenden, dass er mit allen Menschen im Frieden war und als besondere Persönlichkeit vermisst wird. Seine Art, Verbindungen zu schaffen, sein unerschütterlicher Optimismus und seine Fähigkeit, Freude zu verbreiten, bleiben unvergessen.
Deshalb erscheint es uns geboten, Widukind Pesch zum geistigen Schirmherren der Stiftung zu ernennen. Die Stiftung soll seinen Namen tragen, und seine beispielhafte Haltung soll unvergesslich Basis aller Begegnungen innerhalb der Stiftung bleiben. Besonders für die geförderten Jugendlichen wird er eine stets junge Bezugsperson sein. Möge die Stiftung gemäß seiner auf das Wesentliche ausgerichteten Haltung fortbestehen. („Widukind“ bedeutet Waldkind – ein Name, der Stärke, Naturverbundenheit und Freiheit ausdrückt.)
Eine besondere Erinnerung wird uns immer nahegehen: Nach jahrelangem Schriftwechseln mit der ungarischen Rechtsprechung – aufgrund der politisch fragwürdig anmutenden altgermanischen Namensgebung „Widukind“ – lud unsere optimistische Anwältin uns schließlich überraschend zur entscheidenden Gründungsunterzeichnung ein: an einem 26. März, Widukinds Geburtstag. Dieses Mal mit Erfolg.
Wir erinnern uns an ihn als das Herzstück der Stiftung, als Vorbild. Der frische „Wind“ (einer seiner Kosenamen) wird fortleben in jeder Begegnung, jedem Projekt, jeder Förderung, die im Geiste der Stiftung geschieht. Sein Leben und Haltung erinnern uns daran, dass wahre Stärke in Menschlichkeit und weiser Gelassenheit liegt: Die Fähigkeit, die Essenz des Lebens zu berühren, ernsthaft zu bejahen und heiter weiterzugeben.
Widukind Pesch – ein unvergleichlicher Geist, der nun für immer als Schirmherr der Stiftung stehen wird.