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Die Gesinnung - Widukind-Stiftung

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"Die Kreativität gönnender Begegnung"
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Gastgeberhaltung


Die Widukind-Stiftung ist ein Rahmen,
in dem Wahrnehmung,
Verbindung
und Erinnerung
entstehen können.

Sie lädt ein.
Sie beobachtet.
Sie zeigt.

Was daraus entsteht,
gehört dem Leben selbst.




Warum?

Wir wollten Kreativität fördern.
Darum gingen wir an ihren Ursprung.
Dabei fanden wir nichts Neues.
Sondern etwas, das immer schon da war.

Wo Menschen einander aufmerksam wahrnehmen,
einander Raum geben
und ihre Verschiedenheit wertschätzen,
zeigt sich oft mehr Gutes,
als sich herstellen lässt.

Diese Erfahrung gehört niemandem.

Sie möchte niemanden überzeugen.

Sie spricht für sich.








Was tun wir?

Die Widukind-Stiftung versucht nicht,
das Wesentliche zu definieren.

Sie möchte Bedingungen schaffen,
unter denen es sich zeigen kann.

Darum entsteht in Szakony
eine Begegnungsstätte
der Ermöglichung
für Musik, Theater, Tanz,
Gespräche, Vorträge,
Werkstätten,
Stille,
gemeinsame Feldarbeit,
Feste
und Begegnung.

Nicht als fertiger Ort.
Sondern als Ort des Werdens.




Woran orientieren wir uns?

Für unsere Richtung suchten wir
ein möglichst einfaches Prinzip.
Ein Wort blieb.

Erhebend.

Nicht erhöht.
Nicht abgehoben.
Sondern tragend.

Wir fragen deshalb nicht zuerst,
ob etwas besonders ist.
Sondern:

Trägt es den gemeinsamen Raum?

Hilft es Menschen,
einander wahrzunehmen?
Entsteht dadurch Weite?

Wenn ja,
darf es dazugehören.

Wenn nicht,
bleibt es als Möglichkeit bestehen.

Nicht alles muss heute entschieden werden.




Was meinen wir mit Ermöglichung?

Ermöglichen heißt nicht,
den Grund hervorzuheben.
Es heißt,
das Wasser ruhig werden zu lassen,
damit der Grund
und das, was sich zeigen möchte,
sichtbar werden kann.

So verstehen wir
Gastfreundschaft.

So verstehen wir
Entfaltung.

So verstehen wir
Kreativität.




Was geschieht dann?

Manchmal wird eine Begegnung
klärend.
Oder weitend.
Oder entlastend.

Manchmal hat eine Aufführung Tiefe.
Nicht weil sie schwer ist.
Sondern weil sie klar wird.
Wie ein See.

Der Grund wird nicht gemacht.
Er wird nur nicht verdeckt.

Jeder beobachtet darin etwas anderes.

Und das ist natürlich.




Wie verstehen wir unsere Aufgabe?

Wir verstehen die Stiftung
als offenen Ort
gemeinsamer Wahrnehmung.

Als tiefhängenden Korb.

Zum Teilen dessen,
was Menschen erhebt.

Nicht,
damit daraus etwas wird.
Sondern,
weil vieles längst da ist
und immer wieder beginnen möchte.




Das Buch

Unser Buch „Der Moment“ möchte
nicht überzeugen.

Es möchte entlasten.

Es erzählt von alltäglichen Begegnungen,
in denen Sprache einfach bleibt,
Verletzlichkeit und Würde nebeneinander stehen
und das Wesentliche nicht erklärt,
sondern erfahrbar werden darf.

Keine Theorie des Lebens.
Sondern eine Einladung,
dem eigenen Erleben
wieder zu vertrauen.




Der sich öffnende Raum
gehört sich selbst.

Wir müssen ihn nicht verbessern.

Wir dürfen
als Gäste
miteinander hindurchgehen
und gemeinsam entdecken,
was sich zeigt.

Der Gewinn liegt
nicht im Ergebnis.

Sondern
in der Freude
an der Ermöglichung.




Widukind-Stiftung


"Die Kreativität gönnender Begegnung"

"Vorhandenes entfalten"












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