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Die Gesinnung - Widukind-Stiftung

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"Die Kreativität gönnender Begegnung"
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widukind-stiftung
non-profit-organisation



Grundidee

Jede Initiative entsteht in einem Raum -
von Aufmerksamkeit, Begegnung und Zeit.

Die Widukind-Stiftung versteht sich als das Mittragen eines solchen Raumes.
Nicht als Form. Nicht als Projekt im klassischen Sinn.
Sondern als ein Feld, in dem Menschen, Natur, Schaffen und Stille in Begegnung treten können.




Haltung

Es gibt keine Absicht Menschen zu formen.
Nur die Einladung, wahrzunehmen, was im gemeinsamen Dasein entsteht.

Im Mittelpunkt steht nicht Leistung - sondern Erleben.
Nicht Vergleich - sondern Gegenwart.

Dieser Raum ist nicht fertig. Er wird nicht hergestellt.
Er entsteht im Dazukommen von Menschen und im Zulassen von Aufmerksamkeit.

Manchmal im Tun. Manchmal im Lassen.
Was sich darin zeigt, ist nicht vorgegeben.

Es zeigt sich.








Wahrnehmung des Raumes

Es gibt kein theoretisches System, dem dieser Raum folgt.
Auch keine Ideologie.
Stattdessen folgt die Aufmerksamkeit einer einfachen Erfahrung:

Was geschieht, wenn Menschen wirklich miteinander in Begegnung treten.

Dafür gibt es ein Wort:

Erhebend

Damit ist nichts Überhöhtes gemeint.
Sondern etwas, das trägt.

Etwas, das
- klärt,
- verbindet,
- den Raum weitet.

„Erhebend“ beschreibt keinen Zustand von Menschen oder Inhalten.

Sondern eine Wahrnehmung des Raumes,
wie er im Moment erscheint.



Der Raum

Der Raum ist kein Konzept. Er ist Geschehen.

Er wird von Aufmerksamkeit, Ruhe und Offenheit mitgetragen.

Manchmal zeigt er viel.
Manchmal zeigt er nichts Auffälliges.
Und wirkt gerade dadurch.

Ein weiter Raum entsteht nicht durch Gestaltung.
Sondern durch die Bereitschaft, dass etwas entstehen darf.



Begegnung und Aktivitäten

Alles, was hier geschieht, ist Teil des Raumes:

Musik
Tanz
Gespräch
Vortrag
Arbeit am Gelände
Ausstellungen
gemeinsames Tun
Essen
Stille
Rückzug

Nichts davon steht über dem anderen.

Alles ist Möglichkeit.

Wesentlich ist nicht die Form.
Sondern die Qualität der Gegenwart.



Ort

"Die Begegnung" ist ein sich entwickelndes Gelände
an der österreichisch-ungarischen Grenze
im ländlichen Szakony.

Ein Ort im Werden.



Entscheidungen

Entscheidungen über Einladungen von Darbietungen oder Teilnahmen an Stiftungsaktivitäten
entstehen nicht über Diskussionen oder Punkte-/Bewertungssysteme.
Sie entstehen im gemeinsamen Wahrnehmen.

Ein Kreis von sich abwechselnden Gefährten trägt jeweils Verantwortung
für die Orientierung in einem Prozess.
Dabei gilt kein abstraktes Kriterium, sondern eine einfache gemeinsame Frage:

Trägt dieser Moment (in Inhalt und Art) den eröffneten Raum – oder nicht?
"Erhebend im Raum."

Wo sich gemeinsame Stimmigkeit zeigt, kann etwas Raum bekommen -
infolge einbezogen werden.

Wenn es nicht klar ist, bleibt es offen.
Nicht als Ablehnung, sondern als Hinweis:

"Im gegenwärtigen Zusammenhang zeigt sich noch keine Klarheit.
Vielleicht später oder im Kontext eines anderen Raumes."

Manchmal entsteht Klarheit erst im Tun.
Dann darf im Nachhinein wahrgenommen und stimmig angepasst werden.



Spannungen und Unterschiede

Unterschiedliche Wahrnehmungen sind Teil des Raumes.
Sie werden als Ausdruck von Lebendigkeit betrachtet.

Spannung muss nicht sofort gelöst werden.
Oft genügt es, sie im Raum zu lassen, ohne sie zu fixieren.

So wird Zeit nicht als Druck erlebt, sondern als Feld,
in dem sich Dinge setzen dürfen -
Klarheit wachsen kann.

Bejaht wird - und infolge als Darbietung eingegliedert - was schon klar ist.
Das ist genug.



Verantwortung

Es gibt eine kleine koordinierende Struktur für Organisation und Ablauf.
Diese Struktur greift nur, wenn es notwendig ist, damit der Gesamtraum stabil bleibt.
Darüber hinaus bleibt vieles situativ und gemeinsam getragen.

Die Verantwortung für den Ablauf verschiedener Projektbereiche der Stiftung ist verteilt.
Nicht als Macht, sondern als Mittragen des Raumes.

Verantwortung wird verteilt - Wahrnehmung bleibt geteilt.



Gefährten

Gefährten sind keine Mitglieder eines Systems.
Sie sind Menschen, die eine Zeit lang im selben Raum sind.

Manchmal länger.
Manchmal nur kurz.
Manchmal wiederkehrend.

Es gibt keinen Eintritt und kein Ende im formalen Sinn.

Nur das Dabeisein im gemeinsamen Feld.




Grundverständnis

Die Stiftung ist ein Rahmen, in dem Verbindung entstehen kann.

Was daraus entsteht, gehört nicht der Stiftung.
Es gehört dem Leben selbst.




Schlusswort

Leben geschieht im Moment.

Manchmal genügt ein Augenblick,
in dem nichts erklärt werden muss.

Nur da sein.

Nur wahrnehmen.

Nur still werden.


Und im Stillwerden zeigt sich:

Der Raum ist schon da.



Widukind-Stiftung
"Die Kreativität gönnender Begegnung"


Vorhandenes entfalten.










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